Brustkrebs Heilung

Welcher Brustkrebs ist heilbar und wie sind Ihre Heilungschancen?

Für viele Patientinnen stehen die Heilungschancen bei Brustkrebs gut und sie können geheilt werden. Bei einigen Patientinnen bildet der Ersttumor Metastasen, Tochtergeschwülste während bei anderen sich zu einem späteren Zeitpunkt am selben Ort ein neuer Tumor bildet. Damit verschlechtert sich die Prognose deutlich. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte über den möglichen Verlauf und über Ihre Heilungschancen. 

Wenn der Tumor über eine der möglichen Therapieformen beseitigt werden kann, ist Brustkrebs heilbar. Im Einzelfall gilt es, einige Faktoren zu beachten

Alle Informationen wurden mit größter Sorgfalt erstellt und freigegeben von Jens-Peter Kruse, Oberarzt der Klinik für Senologie und Brustchirurgie und Brustzentrum am Marien Hospital in Düsseldorf und Dr. med. Rossella Marafioti, beratende Ärztin im Brustkrebs Beratungs-Zentrum >>zebra<<. Unser Prinzip ist Beratung, weshalb wir Sie bitten, unabhängig von der Website unsere Beratung personalisiert in Anspruch zu nehmen. 

Welches Stadium hat der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose

Die besten Heilungschancen bestehen, wenn der Tumor relativ zeitnah im Anfangsstadium seiner Entwicklung diagnostiziert wird. Je mehr Zeit der Tumor zum Wachsen hat, desto eher sind die Lymphknoten in der Achsel befallen. Brustkrebs metastasiert über die Lymphknoten und Blutgefäße. Hat es der Tumor bis zu den Lymphknoten geschafft, kann er sich über Lymphbahn und Blutbahn im ganzen Körper ausbreiten. Damit verschlechtern sich die Heilungschancen und die Therapie wird erschwert, je mehr Lymphknoten der Tumor infiltriert hat.

Das tubuläre Mammakarzinom hat eine günstigere Prognose

Bei einigen Formen von Brustkrebs sind die Heilungschancen höher als bei anderen. Das tubuläre Mammakarzinom bekommt im Gegensatz zum inflammatorischen Mammakarzinom eine besonders günstige Prognose.

Der Entartungsgrad des Brustkrebs Tumors bestimmt die Therapie und die Heilungschancen

Wie stark sich die Tumorzellen, Mammakarzinom von der gesunden Ursprungszelle unterscheiden wird beim „Grading“ festgestellt.

Dem Ursprungsgewebe am ähnlichsten sind G1-Tumoren. Sie werden im Labor als gering entartet bestimmt. Die Heilungschancen sind hoch, weil diese Zellen gut differenziert sind, dabei langsam und wenig aggressiv wachsen. Hier liegen die Heilungschancen bei über 90 %.

Hier wachsen die Zellen schnell und dehnen sich aggressiv in umliegendes Gewebe aus. Die Heilungschancen bei einem G3 Mammakarzinom liegen niedriger. Im ungünstigsten Fall verbreitet sich der Brustkrebs und metastasiert in den Organen wie Lunge, Leber, Skelett oder Gehirn.

Das Alter der Patientin beeinflusst die Mammakarzinom-Prognose

Während jüngere Brustkrebs-Patientinnen unter 35 Jahren häufiger Rückfälle, (Rezidive) erleiden, haben ältere Patientinnen eine bessere Heilungschance.

Ebenfalls wirkt sich der Status der Menopause auf die Brustkrebs-Prognose und damit auf die Heilungschancen aus. Ob die Patientin ihre Regelblutung bekommt oder die Wechseljahre hinter sich hat, ist wichtig für die Therapie.

Wenn der Brustkrebs zurückkehrt

Beim Lokalrezidiv entwickelt sich nach abgeschlossener Behandlung ein neuer Tumor an der gleichen Stelle. Bei 5 – 10 % der behandelten Patientinnen kehrt der Tumor innerhalb von 10 Jahren nach Brusterhaltung in der selben Brust zurück. Bei etwa 4 % der Patientinnen, bei denen die Brust entfernt wurde, zeigt sich der Tumor an der Thoraxwand wieder. Lokalrezidive sind heilbar.

Je später sich ein Lokalrezidiv bildet, desto höher sind die Heilungschancen. Als Gradmesser haben sich zwei Jahre nach der Erstbehandlung herauskristallisiert.

Wächst ein Lokalrezidiv innerhalb dieses Zeitraums, erschwert das die Heilungschancen.

Hat der Tumor bereits bei der ersten Diagnose Fernmetastasen, also Tochtergewschülste im Körper gebildet, wird der Brustkrebs palliativ behandelt. Bei heutigen modernen Therapiemöglichkeiten ist ein langes Überlegen bei guter Lebensqualität möglich.

Wie hoch ist die Chance, den Brustkrebs zu überleben wirklich?

Nach der 5-Jahres-Überlebensrate leben statistisch über 90 % der Brustkrebs-Patientinnen nach der ersten Diagnose. Ähnliche Raten gelten für Männer. Nach der 10-Jahres-Überlebensrate gehen die Statistiken zwischen Frauen und Männern deutlich auseinander. Während 82 % Frauen überleben, sind es nur 65 % der männlichen Brustkrebs-Patienten. Neuere Studien bilden inzwischen höhere Überlebensraten bei Brustkrebs-Erkrankungen ab.

Zusammengefasst sind viele Faktoren entscheidend für die Heilungschance

  • Zeitpunkt der ersten Diagnose
  • Tumorgröße
  • Lymphknotenbefall
  • Aggressivität des Tumors
  • Metastasierung
  • Therapieform- und Verträglichkeit
  • Alter der Patientin, des Patienten
  • Geschlecht
  • körperliche Verfassung
  • Mögliche Komplikationen
  • Wahl der betreuenden Ärzte/Brustzentrum

Für eine vollständige Heilung vom Brustkrebs ist also die Diagnose in einem möglichst frühen Erkrankungsstadium ausschlaggebend, dass der Tumor vollständig entfernt werden kann. Von den sieben häufigsten Krebsarten bei Frauen ist Brustkrebs mit 88 % nach Hautkrebs mit 94 % die Krebsart mit den höchsten Heilungschancen.

Ablauf Diagnosesicherung

Brustkrebs-Hotline >>zebra<< Telefon 0211 9293935

Wochentags von 09:00 – 17:00 Uhr und info@zebra-brustkrebs.de

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